Politische Jugendorganisationen gemeinsam gegen rechte Aktivitäten

Presse

Das verstärkte Agieren der NPD im Landkreis Darmstadt-Dieburg nehmen Jusos und die Junge Union als Anlass, gemeinsam gegen ausländerfeindliches und rassistisches Gedankengut vorzugehen. Die beiden größten politischen Jugendorganisationen im Landkreis beziehen damit Stellung gegen Extremismus jeder Art.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg konnten in den letzten Monaten verstärkt Aktionen mit rechtsextremem Hintergrund beobachtet werden. Bereits im vergangenen Jahr haben Unbekannte Fensterscheiben einer Holocaust-Ausstellung im Seeheimer Rathaus mit zuvor herausgerissenen Stolpersteinen eingeworfen. Die Stolpersteine dienen der Erinnerung an den Nazi-Terror gegen jüdische Mitbürger. Auch Schmierereien mit rassistischem Hintergrund mussten immer wieder festgestellt werden. Nun versucht auch die rechtsextreme NPD mit diversen Internetaktivitäten in Darmstadt-Dieburg Fuß zu fassen.

Nachdem die Jusos und die Junge Union bereits gemeinsam an verschiedenen Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus wie dem Bündnis „Bunt ohne Braun“ oder dem „Fest der Toleranz“ teilgenommen haben, wenden sie sich nun gemeinsam gegen die anhaltenden rassistischen Aktivitäten im Landkreis. „Darmstadt-Dieburg hat es nicht verdient, von solchen Leuten vereinnahmt zu werden. Der gemeinsame Kampf für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und gegen jedes rechtsextreme Gedankengut steht trotz aller politischer Konkurrenz an erster Stelle“, so der Vorsitzende der Jusos, Lukas Harnischfeger. Gerade in Zeiten, in denen unter anderem im Internet gegen Flüchtlinge mobil gemacht wird, sei es ein wichtiges Zeichen, dass die demokratischen Kräfte gegen diese Versuche zusammenhalten.

Die Debatte um in Deutschland Schutz suchende Flüchtlinge wird dabei immer wieder ausgenutzt, um rassistische Meinungen zu verbreiten. Die Hetze in Sozialen Medien stellt dabei den Anfang dar, gegen den es sich zu wehren gilt. „In unserer Mitte ist kein Platz für Nazis!“, so der JU-Vorsitzende Maximilian Schimmel. „Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus haben in unserem Landkreis nichts zu suchen. Dagegen wollen wir gemeinsam Zeichen setzen.“ Die beiden Jugendorganisationen verabredeten, weiterhin gemeinsam für ein weltoffenes und tolerantes Darmstadt-Dieburg einzustehen und sich jeder Form von Extremismus gemeinsam zu stellen.

 
 

 

 

Heike Hofmann